Worum es geht

My Notes ist eine Notiz App für Android. Es gibt kein Konto, keine Cloud und keine Synchronisation über fremde Server. Alle Notizen liegen in einer Datenbank auf dem Handy und verlassen es nur, wenn man selbst eine Sicherung teilt. Gebaut habe ich die App mit Hilfe von KI, nach dem Vorbild meiner Einkaufsliste Shopping List.

Die aktuelle Version gibt es direkt als APK Datei:

https://github.com/netperformance/MyNotes/releases/download/v1.1.1/MyNotes-1.1.1.apk

Das Projekt ist Open Source unter der MIT Lizenz und liegt auf GitHub:

github.com/netperformance/MyNotes

Warum eine eigene Notiz App

In Notizen steht oft mehr Persönliches als in jeder Einkaufsliste: Gedanken nach einem Gespräch, Ideen für die Arbeit, Geschenke für die Familie, Termine und Pläne. Viele Notiz Apps speichern alles auf den Servern ihres Anbieters, damit die Notizen auf allen Geräten erscheinen. Damit liegt dieses Wissen bei einem fremden Unternehmen.

Dazu kommt, dass viele Notiz Apps mit Funktionen überladen sind. Ich wollte eine App, in der das Schreiben im Vordergrund steht.

Die App im Überblick

Auf der Startseite stehen die Notizen in drei Abschnitten, sortiert nach Priorität: Hoch, Normal und Niedrig. Darüber stehen die Kategorien als Filter, „Alle“ zeigt alles. Jede Notiz trägt die Farbe ihrer Kategorie. Das Plus öffnet eine neue Notiz.

Startseite mit Notizen nach Priorität, eine geöffnete Notiz und die Startseite im dunklen Design

  • Schreiben: Eine Notiz hat einen Titel und einen Text. Im Text gibt es Fett, Rot, Schwarz und Aufzählungen, sichtbar schon beim Schreiben. Gespeichert wird automatisch. Bleiben Titel und Text leer, wird nichts gespeichert.
  • Kategorien mit eigener Farbe: Kategorien lassen sich anlegen, umbenennen und in einer von zwölf Farben einfärben. Ihre Reihenfolge ändert man per Ziehen.
  • Priorität und Reihenfolge: Am Griff rechts lässt sich eine Notiz verschieben. Zieht man sie in einen anderen Abschnitt, ändert sich ihre Priorität. Wer ohne Prioritäten arbeiten möchte, schaltet sie in den Einstellungen aus. Dann stehen alle Notizen in einer Liste. Schaltet man die Prioritäten wieder ein, ist die alte Einteilung wieder da.
  • Diktieren: Über das Mikrofon der Tastatur, zum Beispiel bei Gboard oder der Samsung Tastatur, lässt sich in jedes Feld sprechen. Die Spracherkennung übernimmt die Tastatur, My Notes braucht dafür keine Berechtigung.
  • Suche: Die Suche findet Wörter in Titel und Text. Groß und Kleinschreibung spielen keine Rolle, „mueller“ findet auch „Müller“. Treffer sind gelb markiert.
  • Schriftgröße: Mit A− und A+ oben auf der Startseite wird die Schrift der ganzen App größer oder kleiner.
  • Deutsch und Englisch: Die Sprache der App lässt sich in den Einstellungen wechseln. Die Tastatur stellt sich dann ebenfalls auf diese Sprache um, sofern die Sprache in der Tastatur eingerichtet ist.
  • Hell und dunkel: Die App startet hell. Dunkel oder „Automatisch“ lässt sich in den Einstellungen wählen.
  • Eigener Titel: Statt „Notizen“ kann über der Startseite auch ein eigener Titel stehen.
  • Sicherung: Alle Notizen lassen sich als Datei speichern und wieder laden, zum Beispiel beim Wechsel auf ein neues Handy.

Einstellungen mit Sprache, Darstellung, Prioritäten, Kategorien und Sicherung

Berechtigungen und Datenschutz

Die App fragt nach keiner einzigen Berechtigung. Weil die App auch keinen Zugriff auf das Internet hat, verhindert Android selbst jede Verbindung nach außen. Mikrofon, Kontakte, Standort, Kamera und Speicher bleiben gesperrt. Selbst das Vibrieren ist nicht freigegeben: Die kurze spürbare Rückmeldung beim Antippen kommt von einer Funktion von Android, die keine Berechtigung braucht.

Der Texteditor ist eine kleine Webseite, die fest in der App steckt. Android zeigt sie in einer eingebetteten Webansicht an, denn nur so sind Fett, Rot und Aufzählungen schon beim Schreiben zu sehen. Diese Seite lädt nichts aus dem Internet und ruft keine Adressen auf. Fügt man Text aus einer anderen App ein, kommt nur der Text an, ohne fremde Formatierung. Die Webansicht von Android schickt außerdem Nutzungsstatistiken an Google, wenn man das auf dem Handy allgemein erlaubt hat, und prüft aufgerufene Adressen über Google Safe Browsing. Beides ist in My Notes abgeschaltet.

Darüber hinaus:

  • Keine Sicherung in Googles Cloud: Die automatische Android Sicherung ist abgeschaltet. Die Notizen landen also auch nicht nebenbei bei Google.
  • Keine Werbung und keine Auswertung: Die App enthält keine Werbung, kein Tracking und keine fremden Programmteile, die Nutzungsdaten sammeln.
  • Sicherung nur auf Wunsch: Eine Sicherung entsteht nur, wenn man sie selbst anlegt. Wohin die Datei geht, entscheidet man über das Teilen Menü von Android.
  • Die Links auf aaron.de und GitHub in den Einstellungen öffnen den Browser des Handys. Die App selbst lädt nichts.

In der Installationsdatei der App (APK) steht genau ein Eintrag unter den Berechtigungen, DYNAMIC_RECEIVER_NOT_EXPORTED_PERMISSION. Das ist keine Freigabe für die App, sondern ein interner Schutz von Android: Er sorgt dafür, dass andere Apps keine Nachrichten an die App schicken können.

Grenzen

  • Es gibt keine Synchronisation zwischen Geräten. Das ist Absicht. Der Weg auf ein anderes Handy führt über die Sicherung als Datei.
  • Wer die App deinstalliert, ohne vorher eine Sicherung zu speichern, verliert seine Notizen.
  • Beim Diktieren entscheidet die Tastatur, ob die Sprache auf dem Handy erkannt wird oder auf einem Server. Wer das nicht möchte, nutzt die Offline Spracheingabe von Gboard oder tippt.
  • Notizen bestehen nur aus Text. Bilder und Anhänge gibt es nicht.
  • Die App gibt es nur für Android und nur für Handys mit 64 Bit Prozessor. Sie kommt als APK Datei und nicht über den Play Store, deshalb fragt Android bei der Installation, ob Apps aus dieser Quelle erlaubt sein sollen.